Die Coopzeitung berichtet in der Ausgabe dieser Woche über die 3 Ornitologen, welche letztes Jahr das Bird Race 2004 gewonnen haben und begleitet sie ins Neeracher Ried. Letztes Jahr haben die 3 innerhalb 24 Stunden, solange dauer das Bird Race, 122 Arten beobachtet.

Die Ornithologische Arbeitsgruppe Schaffhausen (OAS) startet ein ambitioniertes Projekt über mehrere Jahre bei welchem Erkenntnisse über den Vogelzug über Schaffhausen gesammelt werden. In diesem Herbst 2005 findet die Pilotphase statt.
Weitere Infos zum Projekt
Aktuell zum Thema Vogelgrippe berichten die Schaffhauser Nachrichten über die Vögel welche als Wintergäste in unserer Region überwintern.
Das Vogelgrippevirus breitet sich weiter gegen Westen aus. Es hat bereits das Gebiet erreicht, wo die Massen der an Untersee und Rhein überwinternden Wasservögel brüten. Diese können neben dem Geflügel vom Virus befallen werden. Falls infizierte Wasservögel bei uns eintreffen, können auch Vogelbeobachter davon betroffen sein. Es gilt, den Kontakt mit den Vögeln strikte zu vermeiden.
Urs Weibel, promovierter Ornithologe, der in Stein am Rhein wohnt und auf der Geschäftsstelle des Schweizer Vogelschutzes SVS in Zürich arbeitet, rückt jedes Jahr ab September monatlich mit Martin Bolliger aus Hemishofen und weiteren Helfern, ausgerüstet mit Fernrohr, Bleistift und Papier, ins Gebiet zwischen Mammern und der Biebermühle aus und zählt die Wasservögel. In der letzten Wintersaison ermittelten sie in diesem Gebiet insgesamt 115 000 Wasservögel. Im weiter östlich gelegenen Ermatinger Becken wurden gleichzeitig 180 000 Wintergäste registriert. Die Tiere fliegen aus den baltischen Staaten, aus Skandinavien und auch aus Russland ein, wo die Vogelgrippe bereits geortet wurde. Allerdings kommen sie nicht aus Ostasien, wo der aggressive Subtyp seit 1997 wütet. Urs Weibel kann nicht sagen, ob das Vogelgrippevirus mit unsern gefiederten Wintergästen unseren Lebensraum jemals erreicht, ein geringes Risiko besteht aber.
Die Wildvögel, die bei uns die Wintermonate verbringen, so erläutert er, sind vor allem Gründel- und Tauchenten, die auf Seen brüten. Es sei aber auch schon vorgekommen, dass Meeresenten wie Eisenten und Samtenten an den Untersee gekommen seien und sich da ein paar Tage oder Wochen aufgehalten hätten. Auch der Orkan Lothar habe seinerzeit ein paar Atlantikvögel bis zu uns geblasen. Doch solche «Exoten» sind Ausnahmeerscheinungen. Massenhaft anzutreffen sind Reiher- und Tafelente sowie Blässhuhn, die zusammen fast 90 Prozent der gefiederten Wintergäste ausmachen. Das international bedeutende Wasser- und Zugvogelreservat bei Stein am Rhein ist eines der wichtigsten Überwinterungsgebiete für Zwergtaucher und Schellente der Schweiz. Die Artenvielfalt ist riesig, und deshalb bleibt das ab September lohnende Birdwatching an Untersee und Rhein ein höchst interessanter Freiluftzeitvertreib und muss hoffentlich nie der Vogelgrippe wegen mit Atemmaske, Handschuhen und Schutzkleidung ausgeübt werden.
Albufera, das grösste und wichtigste Sumpfgebiet der Balearen, ist ein Muss für Vogelbeobachter in Mallorca. Das Naturschutzgebiet liegt im Nordosten der Insel, in der Bucht von Alcudia.

Obwohl Anfangs August die Schlickflächen beinahe ausgetrocknet sind, konnten doch einige interessante Arten beobachtet werden.
Zwergdommel (Little Bittern)
Nachtreiher (Night Heron)
Kuhreiher (Cattle Egret)
Seidenreiher (Little Egret)
Graureiher (Grey Heron)
Purpurreiher (Purple Heron)
Wasserralle (Water Rail)
Purpurhuhn (Purple Gallinule)
Triel (Stone-curlew)
Stelzenläufer (Black-winged Stilt)
Seeregenpfeifer (Kentish Plover)
Rotschenkel (Redshank)
Grünschenkel (Greenshank)
Waldwasserläufer (Green Sandpiper)
Wiedehopf (Hoopoe)
Schwarzkehlchen (Stonechat)
Rotkopfwürger (Woodchat Shrike)
...

Photo: Wiedehopf (Mallorca 2005)

Photo: Rotkopfwürger (Mallorca 2005)
Das Informationszentrum des Naturschutzgebietes publiziert jeweils die aktuellen Beobachtungen. Im Infozentrum kann der Besucher eine Brochure und die aktuelle Artenliste beziehen.